Barfußlaufen

Barfusslaufen – Ein Trend wissenschaftlich betrachtet

Barfusslaufen – Ein Trend wissenschaftlich betrachtet

Barfusslaufen ist spätestens seitdem Buch Born to Run von Christopher McDougall in der Öffentlichkeit angekommen und zu einem Trend geworden. Das dort propagierte Barfußlaufen bzw. das Laufen in Barfuß-Laufschuhe (bzw. Minimalschuhe) wird viele Vorteile zugesprochen, die konventionelle Laufschuhe nicht haben sollen.  75 Prozent  der Verletzungen die Läufer erleiden sind an der unteren Extremität. 1  Barfußverfechter weisen daraufhin, dass diese hohe Prozentzahl durch hochentwickelte Laufschuhe nicht weniger geworden ist. Barfußlaufen soll die Lösung sein Verletzungen zu reduzieren und die Gesundheit zu verbessern. Auch in der wissenschaftlichen Diskussion wird spätestens seit den Artikeln 2 des Harvard Professor Daniel E. Lieberman Barfußlaufen intensiv diskutiert. Lieberman ist Professor für Biologie und spricht dem Ausdauer-Laufen eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Menschen zu. Dabei zeigen seine Untersuchung von Barfußläufern aus Afrika, dass diese eher Vorfuß- oder Mittelfußläufer sind. Dieser Laufstil soll Verletzungen reduzieren und natürlicher sein, als der Rückfuß- oder Fersenlauf von Schuhträgern. 3 Barfußlaufen soll dabei die Lösung sein die Hohe Anzahl an Verletzung die durch das Laufen entstehen zu reduzieren. Wir wollen schauen, ob diese These Stand hält oder nicht.

In diesem Artikel gehe ich zunächst auf die Geschichte des Barfußlaufens ein. Danach beschreibe ich die meist genannten Argumente für das Barfußlaufen. Darauf folgend wird die Evidenz für diese Argumente analysiert und ein Fazit gezogen.

 

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Notes:

  1. Roth, Jonathan, Julie Neumann, and Matthew Tao. “Orthopaedic Perspective on Barefoot and Minimalist Running.” Journal of the American Academy of Orthopaedic Surgeons 24.3 (2016): 180-187.
  2. Bramble, Dennis M., and Daniel E. Lieberman. “Endurance running and the evolution of Homo.” Nature 432.7015 (2004): 345-352, Lieberman, Daniel E., et al. “Brains, brawn, and the evolution of human endurance running capabilities.” The First Humans–Origin and Early Evolution of the Genus Homo. Springer Netherlands, 2009. 77-92,Lieberman, Daniel E., et al. “Foot strike patterns and collision forces in habitually barefoot versus shod runners.” Nature 463.7280 (2010): 531-535.
  3. Daniel E., et al. “Foot strike patterns and collision forces in habitually barefoot versus shod runners.” Nature 463.7280 (2010): 531-535.
Iliopsoas

Iliopsoas – Ursache für Rückenschmerzen?

Iliopsoas – Ursache für Rückenschmerzen?

Der M. iliopsoas (IP) wird häufig als Ursache für Rückenschmerzen angesehen. Ist der M. iliopsoas verspannt und schmerzhaft, dann kann die Therapie ja eigentlich schon beginnen. Dann wird je nach Ausrichtung des Therapeuten der Muskel gedehnt, gedrückt, ausgerollt und gekräftigt. Die Frage ist nur, ob der M. iliopsoas tatsächlich Ursache der Rückenschmerzen ist? Zunächst stelle ich kurz die Anatomie und Funktion des Muskels vor. Darauf folgend beschäftige ich mich mit der Theorie des M. iliopsoas als Ursache von Rückenschmerzen und bewerte diese. Abschließend gehe ich noch auf die Behandlung des M. iliopsoas ein und die Gefahren die davon ausgehen können.

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Vastus medialis

Vastus medialis – Ursache für Knieschmerzen?

Vastus medialis – Ursache für Knieschmerzen?

Der Musculus vastus medialis wird häufig als Ursache für vordere Knieschmerzen (patellofemorales Schmerzsyndrom) angesehen. In diesem Artikel analysiere ich, ob dem M. vastus medialis wirklich eine Schlüsselrolle in der Behandlung von vorderen Knieschmerzen zu kommt oder nicht. Zunächst stelle ich die Theorie des M. vastus medialis als Verursacher für vordere Knieschmerzen vor. Anschließend wird diese Theorie anhand von wissenschaftlichen Studien untersucht. Darauf folgt ein abschließendes Fazit.

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Läuferknie

Läuferknie (Tractus iliotibialis Syndrom)

Läuferknie (Tractus iliotibialis Syndrom)

Das Läuferknie (Tractus iliotibialis Syndrom, Iliotibiales Bandsyndrom, Tractus Syndrom) ist die zweit häufigste Laufverletzung und die häufigste Laufverletzung mit Schmerzen an der Außenseite des Knies. 1 Nur das patellofemorale Schmerzsyndrom tritt noch häufiger auf als ein Läuferknie. Die Häufigkeit des Auftretens eines Läuferknies ist nicht genau bekannt. Eine gutgemachte (prospektive) Studie mit weiblichen Läufern gibt die Häufigkeit des Auftretens eines Läuferknies  bei Frauen mit 16 % an. 2 Eine andere Studie 3 gibt die Häufigkeit des Auftretens eines Tractus iliotibialis Syndroms bei Männer mit 6,8% und bei Frauen mit 9,8% an. Jedoch sind diese Zahlen nicht verlässlich, da es sich nicht um eine prospektive 4 Studie handelt.

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Notes:

  1. Taunton, Jack E., et al. “A retrospective case-control analysis of 2002 running injuries.” British journal of sports medicine 36.2 (2002): 95-101.
  2. Noehren, Brian, Irene Davis, and Joseph Hamill. “ASB Clinical Biomechanics Award Winner 2006: Prospective study of the biomechanical factors associated with iliotibial band syndrome.” Clinical biomechanics 22.9 (2007): 951-956.
  3. Taunton, Jack E., et al. “A retrospective case-control analysis of 2002 running injuries.” British journal of sports medicine 36.2 (2002): 95-101.
  4. Eine prospektive Studie (lat. prospecto: ausschauen) ist die Überprüfung der Hypothese der medizinischen oder psychologischen Wirksamkeit einer Behandlungsmethode unter vorheriger Festlegung, welche Hypothese geprüft werden soll. Dabei werden insbesondere die Daten gemäß der Hypothese erhoben, im Gegensatz zur retrospektiven Auswertung bereits vorhandenen Datenmaterials. aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Prospektive_Studie
Golferarm

Golferarm (Mediale Epicondylitis)

Golferarm (Mediale Epicondylitis)

In diesem Artikel behandle ich die wesentlichen Punkte, die für eine effektive Behandlung des Golferarms notwendig sind. Zunächst beschreibe ich was ein Golferarm ist, wie man feststellt ob ein Golferarm vorliegt, welche Risikofaktoren für einen Golferarm vorliegen und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Alle gemachten Angaben sind penibel recherchiert und soweit wie möglich durch wissenschaftliche Studien belegt. Leider ist die Forschung im Bereich des Golferarms wenig ausgeprägt. Es gibt kaum Studien, die den Golferarm gezielt untersuchen. Da die Ursache und Entstehung des Golferarms ähnlich der des Tennisarms sind verwende ich die Studien zum Thema Tennisarm und meine klinische Erfahrung, um Behandlungsempfehlungen abzuleiten.

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Laufen Krafttraining

Schneller Laufen durch Krafttraining

Schneller Laufen durch Krafttraining

Schneller laufen durch Krafttraining ist nicht nur möglich, sondern auch durch diverse Studien bestätigt. In diesem Artikel möchte ich zunächst die wesentlichen Vorteile die ein Krafttraining auf das Laufen ausübt beschreiben. Davon ausgehend analysiere ich einige Mythen, die sich mit der Gestaltung des Krafttrainings für Läufer beschäftigen. Abschließend zeige ich, wie man ein effektives Krafttrainingsprogramm für Läufer die schneller Laufen wollen erstellt.

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Faszienrolle

Die Faszienrolle – Ein Hype?

Die Faszienrolle – Ein Hype?

Spätestens seitdem die Spieler der Fußballnationalmannschaft mit einer Faszienrolle arbeiten ist das Thema Faszien in der Öffentlichkeit präsent. In diesem Artikel untersuche ich die Wirksamkeit und Nützlichkeit von Faszienrollen. Dabei gehe ich zunächst auf die Gründe für die Benutzung einer Faszienrolle ein. Anschließend analysiere ich verschiedene Erklärungen für einen Wirkungsmechanismus der Rolle. Darauffolgend gehe ich auf die aktuelle Studienlage zum Thema Faszienrolle ein und auf die Anwendung der Rolle in der Praxis.

Das DFB Team mit einer Faszienrolle; zeigt wie groß der Hype ist
DFB Team mit Faszienrollen

 

 

 

 

 

 

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Faszien

Faszientherapie – Sinnvoll oder nicht?

Faszientherapie – Sinnvoll oder nicht?

Faszientherapie gilt unter vielen Therapeuten als Schlüssel zur Therapie von Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems. Dabei wird die Beteiligung der Faszien an der Entstehung von Schmerzen und Funktionseinschränkungen als herausragend wichtig angesehen. Die Frage ist nur, ob die gemachten Aussagen sich mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen decken? Den Eindruck den man gewinnt, wenn man die Literatur zur Behandlung von Faszien liest ist, dass es kaum eine bessere Therapie für Schmerzen und Funktionseinschränkungen gibt. Dann sollte es ja ein Leichtes sein, diese beeindruckenden Effekte dieser Therapieform nachweisen zu können.

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Laufverletzungen vermeiden

Laufverletzungen vorbeugen

Laufverletzungen vorbeugen

Laufverletzungen sind leider keine Seltenheit. Die Wahrscheinlichkeit sich beim Laufen eine Verletzung zu zuziehen  liegt zwischen 18,2 Prozent und 92 Prozent. 1 Die häufigsten Verletzungen sind:

Um Verletzungen beim Laufen präventiv behandeln zu können, muss man zunächst wissen, welche Risikofaktoren die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung erhöhen. Darauf aufbauend kann man gegebenenfalls Maßnahmen entwickeln, die zu einer Vermeidung der Verletzung führen kann.

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Notes:

  1. DIAS LOPES, Alexandre, et al. “What are the Main Running-Related Musculoskeletal Injuries?: A Systematic Review.” Sports medicine 42.10 (2012): 891-905.
  2. DIAS LOPES, Alexandre, et al. “What are the Main Running-Related Musculoskeletal Injuries?: A Systematic Review.” Sports medicine 42.10 (2012): 891-905
Kniescheibenfehlstellung

Frage und Antwort: Quadrizepssehnenreizung, Patellaspitzensyndrom und exzentrisches Training

Frage und Antwort: Quadrizepssehnenreizung, Patellaspitzensyndrom und exzentrisches Training

 

Hallo Tobias,
ein sehr toller Beitrag und super erklärt, was mit dem Tennisarm und der Sehne passiert. Ich habe Probleme mit dem Quadrizeps und würde diesen gerne exzentrischen trainieren, das hat mir mein Orthopäde geraten. Der Sehnenansatz oberhalb der Kniescheibe (Tendopathie) ist bei mir gereizt. Mein Knie mag Museumsbesuche, dieses langsame Schlendern überhaupt nicht.

Wäre super, wenn Du ein paar Übungen für mich hättest.

Danke und LG Weiterlesen…