Liebscher und Bracht

Liebscher und Bracht: Acht Thesen – Acht Antworten

Liebscher und Bracht: Acht Thesen – Acht Antworten

Zuerst erschienen auf: physio.de

Die Therapie nach Liebscher und Bracht ist in aller Munde. Hunderttausende Facebook Follower, extrem hohe Klickzahlen bei Youtube und ein Bestseller im Bereich Gesundheit sprechen eine deutliche Sprache. Die Therapie nach Liebscher und Bracht kommt bei der Bevölkerung an! Jedoch stellt sich die Frage, ob hier wirklich etwas bahnbrechend Neues erfunden wurde, um Schmerzen und Funktionseinschränkungen effektiv zu behandeln oder ob es sich mehr um einen Marketing-Coup handelt? Im Folgenden möchte ich acht Thesen von Liebscher und Bracht vor diesem Hintergrund diskutieren.

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Schlaflosigkeit bei chronischen Schmerzen

Schlaflosigkeit bei chronischen Schmerzen

Schlaflosigkeit bei chronischen Schmerzen

Schlaflosigkeit bei chronischen Schmerzen ist ein häufig zu beobachtendes Phänomen. Die Prävalenz 1 von Schlafstörungen bei chronischen Schmerzen wird auf 50-90% geschätzt. 2 Die in den Studien untersuchten Krankheitsbilder waren:

Schlaflosigkeit ist die Unfähigkeit erholsamen Schlaf zu bekommen, so dass man sich morgens nicht erholt fühlt. Schlaflosigkeit kann dabei durch Schwierigkeiten beim Einschlafen oder dem Erhalt des Schlafes oder beiden Faktoren zusammen enstehen. Chronische Schlaflosigkeit führt üblicherweise zu Konsequenzen im Alltag, wie z.B. Müdigkeit, mangelende Geistesschärfe, etc.. 3

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Notes:

  1. = Krankheitshäufigkeit
  2. Allen, Kelli D., et al. “Osteoarthritis and sleep: the Johnston County osteoarthritis project.” The Journal of rheumatology 35.6 (2008): 1102-1107, McCracken, Lance M., Jennifer L. Williams, and Nicole KY Tang. “Psychological flexibility may reduce insomnia in persons with chronic pain: a preliminary retrospective study.” Pain Medicine 12.6 (2011): 904-912, Daly-Eichenhardt, Aisling, et al. “Changes in sleep problems and psychological flexibility following interdisciplinary acceptance and commitment therapy for chronic pain: an observational cohort study.” Frontiers in psychology 7 (2016): 1326, Becker, Niels, et al. “Pain epidemiology and health related quality of life in chronic non-malignant pain patients referred to a Danish multidisciplinary pain center.” Pain 73.3 (1997): 393-400, Artner, Juraj, et al. “Prevalence of sleep deprivation in patients with chronic neck and back pain: a retrospective evaluation of 1016 patients.” Journal of pain research 6 (2013): 1, Tang, Nicole KY, Kelly J. Wright, and Paul M. Salkovskis. “Prevalence and correlates of clinical insomnia co‐occurring with chronic back pain.” Journal of sleep research 16.1 (2007): 85-95, McCracken, Lance M., and Grant L. Iverson. “Disrupted sleep patterns and daily functioning in patients with chronic pain.” Pain Research and Management 7.2 (2002): 75-79, Alsaadi, Saad M., et al. “Prevalence of sleep disturbance in patients with low back pain.” European Spine Journal 20.5 (2011): 737-743.
  3. Cheatle, Martin D., et al. “Assessing and managing sleep disturbance in patients with chronic pain.” Anesthesiology clinics 34.2 (2016): 379-393.
Operation des Tennisarms

Die Operation des Tennisarms – Mehr als nur ein Placebo?

Die Operation des Tennisarms – Mehr als nur ein Placebo?

Die Operation des Tennisarms wird laut Leitlinie der Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädischen Chirurgie 1 nur empfohlen, wenn eine „Beschwerdepersistenz 2 trotz konservativer Therapie mit entsprechendem Leidensdruck“ vorherrscht. Dabei gibt es verschiedene Verfahren, um einen Tennisarm zu operieren. Beispielsweise können die betroffenen Streckersehnen am Ursprung abgelöst werden (Verfahren nach Hohmann) oder das beschädigte Sehnengewebe kann entfernt werden (Verfahren nach Nirschl).

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Notes:

  1. Jerosch Jörg, Loew Markus “Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie Epicondylopathia radialis humeri“ Überarbeitung vom 22.9.2011, AWMF online.
  2. Persistenz = Krankheit bleibt ohne Veränderung länger bestehen.

Neuer Artikel in der Fachzeitschrift Orthopädie und Schuhtechnik

Neuer Artikel in der Fachzeitschrift Orthopädie und Schuhtechnik

Für alle die sich für die Behandlung der Plantarfasziitis interessieren, den empfehle ich meinen Artikel

„ Evidenzbasierte physiotherapeutische Übungen für Plantarfasziitis“

in der Fachzeitschrift Orthopädie und Schuhtechnik. Hier der Link:

https://www.ostechnik.de/…/…/documents/Inhalt_OST_3_2018.pdf

 

Wer sich dazu weitergehend informieren möchte, dem lege ich mein Buch ans Herz.

Buch Fersensporn, Fersenschmerz, Plantar Fasziitis

Neues Buch

Neues Buch über chronische Rückenschmerzen

So meine Lieben,
es ist soweit! Ich präsentiere mein neues Buch! Nach langer Arbeit und viel Kopfzerbrechen, ist mein Buch über chronische Rückenschmerzen fertig. Es ist in erster Linie für Patienten gedacht! Jedoch glaube ich, dass der ein oder andere Therapeut/in auch einen Nutzen daraus erzielen kann!

Wer etwas Probe lesen möchte, kann das ohne Weiteres hier tun:

Behandle Deine Rückenschmerzen Selber – Evidenzbasierte Behandlungsmöglichkeiten

 

Buch chronische Rückenschmerzen

 

 

 

 

ISG Schmerzprovokationstest

Schmerzprovokationstests für das Iliosakralgelenk- Anspruch und Wirklichkeit

Schmerzprovokationstests für das Iliosakralgelenk- Anspruch und Wirklichkeit

In dieser Präsentation untersuche ich unter der Mitarbeit von physiomeetsscience.com die physiotherapeutische Anwendung von Schmerzprovokationstests für das Iliosakralgelenk (ISG). Momentan werden Schmerzprovokationstests des ISG bzw. ein Cluster (Anwendung mehrerer Schmerzprovokationstests hintereinander) als evidenzbasierter Standard in der Physiotherapie angesehen. In der Präsentation stelle ich dieses Vorgehen in Frage.

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cranio-sacrale Therapie

Cranio-Sacrale Therapie

Cranio-Sacrale Therapie

Die Cranio-Sacrale Therapie (CST) ist eine alternativmedizinische Behandlungsform. Ihre Ursprünge liegen in der Osteopathie. Die Cranio-Sacrale-Therapie wird als einzelne Behandlungsform von Cranio-Sacral-Therapeuten praktiziert. Hervorgegangen ist die Cranio-Sacrale-Therapie aus der Osteopathie. Dort ist sie ein Bestandteil 1 der osteopathischen Behandlung (Cranio-Sacrale Osteopathie). Die Cranio-Sacrale Osteopathie wurde von dem Amerikaner William Garner Sutherland (1873-1954) begründet. Sutherland wurde dabei wahrscheinlich 2 durch Emanuel Swedenborg (1688–1772) in seinen Ideen bezüglich der cranio-sacralen Osteopathie geprägt. Sutherland hatte eine “Eingebung” bei der Betrachtung eines zerlegten Schädels in einer Vitrine. Die zwischen den einzelnen Schädelknochen befindlichen Schädelnähte ermöglichen den Schädelknochen Bewegungen für einen “primär respiratorischen Mechanismus”. Dr. John E. Upledger (1931-2012) entwickelte in den 1970er Jahren daraus die Cranio-Sacrale-Therapie.

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Notes:

  1. Die weiteren Bestandteile der Osteopathie sind die parietale und die viszerale Osteopathie.
  2. Scarr, Graham. “Palpatory phenomena in the limbs: a proposed mechanism.” International Journal of Osteopathic Medicine 16.2 (2013): 114-120, Tubbs, R. Shane, et al. “Emanuel Swedenborg (1688–1772): pioneer of neuroanatomy.” Child’s Nervous System 27.8 (2011): 1353-1355.
Arthrose Lüge

Die Arthrose Lüge von Liebscher und Bracht – Die nächste Lüge

Die Arthrose Lüge von Liebscher und Bracht – Die nächste Lüge?

Zum zweiten Mal befasse ich mich mit einem Buch von Liebscher und Bracht – “Die Arthrose Lüge”. 1 Meinen ersten Artikel zu Liebscher und Bracht (LuB) finden Sie hier. Schon der Titel des Buchs “Die Arthrose Lüge” suggeriert, dass die Allgemeinheit einer durch die Medizin verbreiteten Lüge aufgesessen ist. Die “Wahrheit” wird uns dann von Liebscher und Bracht erzählt. In dieser Rezension möchte ich die propagierte “Wahrheit” von Liebscher und Bracht kritisch analysieren. Zitate aus dem Buch “Die Arthrose Lüge” werden in kursiv dargestellt.

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Notes:

  1. Bracht, Dr. med. Petra; Liebscher-Bracht, Roland. Die Arthrose-Lüge: Warum die meisten Menschen völlig umsonst leiden – und was Sie dagegen tun können – Mit dem sensationellen Selbsthilfe-Programm – (German Edition) Goldmann Verlag. Kindle-Version.
Erfahrung und Wirksamkeit einer Therapie

Reicht die Erfahrung aus, um die Wirksamkeit einer Therapie zu beurteilen?

Reicht die Erfahrung aus, um die Wirksamkeit einer Therapie zu beurteilen?

Es ist anzunehmen, dass Patient und auch Therapeut die sicherste und effektivste Therapie auswählen wollen. Auf den ersten Blick scheint es einfach, eine wirksame Therapie auszuwählen. Der Patient fragt andere Patienten nach ihren Erfahrungen mit der Therapie. Hört der Patient mehr positive als negative Kommentare, dann kann die Therapie nur gut sein. Beim Therapeut ist der Weg ähnlich. Einige (ältere) Therapien gelten als bewährt und werden in der Ausbildung unterrichtet. Neuere Therapien werden durch Abfrage der Meinungen von Kollegen bewertet und dann als gut oder schlecht befunden. (Natürlich werden von vielen Therapeuten auch die theoretischen Grundlagen der Therapie in die Auswahl einbezogen.)

Die Frage ist nur: Reicht die Erfahrung aus, um die Wirksamkeit einer Therapie zu beurteilen? Oder übersehen wir Faktoren, die eigentlich für die Genesung/Verbesserung des Gesundheitszustandes zuständig sind? Reicht die Rechtfertigung über die gemachte Erfahrung als Erfolgsmaßstab aus, um die Wirksamkeit einer Therapiemaßnahme anzunehmen?

Im Folgenden zeige ich einige mögliche Gründe dafür auf, warum die Erfahrung allein kein sinnvoller Maßstab ist, um die Wirksamkeit einer Therapie zu ermitteln. Leider sind dies auch die Gründe dafür, dass ineffektive Therapien weiter angewandt werden, da sie ja aus Erfahrung gut sind.

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Die hirnversorgenden Arterien, die bei einem Einrenken zu einem Schlaganfall führen können.

Kann das Einrenken des Nackens einen Schlaganfall auslösen?

Kann das Einrenken des Nackens einen Schlaganfall auslösen?

Das Einrenken des Nackens  wird zur Behandlung von Halswirbelsäulenbeschwerden eingesetzt. Jedoch gibt es immer wieder Fälle bei denen, das Auftreten eines Schlaganfall in Verbindung mit dem Einrenken des Nackens gebracht wird. Jedoch wird dieser Zusammmenhang zwischen Schlaganfall und Einrenken heftigst diskutiert. In diesem Artikel möchte ich der Frage nach gehen, ob das Einrenken des Nackens zu einem Schlaganfall führen kann. Zunächst stelle ich dar, was unter dem Begriff “Einrenken” zu verstehen ist. Anschließend erkläre ich, wie das Einrenken der Halswirbelsäule zu einem Schlaganfall führen soll. Abschließend stelle ich die Argumente der Befürworter des Einrenkens dar und widerlege diese.

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