Crunches

Sind Crunches schädlich für den Rücken?

Sind Crunches schädlich für den Rücken?

Crunches sind eine häufig angewandte Kräftigungsübung für die Bauchmuskulatur. Ein Training mit dem Crunch führt zu Muskelwachstum und Kraftsteigerung der Bauchmuskeln. Jedoch wird von einigen Fitnessautoren und Forschern der Crunch als potentiell schädlich für den (unteren) Rücken angesehen. Ich stelle zunächst die Argumente der Crunch-Gegner dar und widerlege diese anschließend.

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Heben

Schützt das richtige Heben von Lasten vor Rückenschmerzen?

Schützt das richtige Heben von Lasten vor Rückenschmerzen?

Unter richtigem Heben von Lasten wird das Heben aus den Beinen heraus verstanden. Dadurch soll eine Beugung der Lendenwirbelsäule unter Last vermieden werden, um Rückenschmerzen zu vermeiden. Im Folgenden betrachten wir, ob das richtige Heben einen Einfluss auf die Vermeidung von Rückenschmerzen hat oder nicht. Das Heben aus den Beinen heraus wird empfohlen, um den schädlichen Einfluss einer Beugung der Lendenwirbelsäule unter Belastung zu minimieren. Im Folgenden trage ich die Argumente für und gegen das Vermeiden einer Beugung in der Lendenwirbelsäule durch ein Heben aus den Beinen heraus vor. Abschließend folgen eine Zusammenfassung und ein Fazit.

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Triggerpunkte - Die roten Bücher von Travell und Simons

Triggerpunkte – Eine haltbare Theorie?

Triggerpunkte – Eine haltbare Theorie?

Die Theorie der Triggerpunkte wurde von den beiden Ärzten Travell und Simmons 1 aufgestellt. Die intuitive Anziehungskraft der beiden roten Bücher konnten sich nur wenige Therapeuten, mich eingeschlossen, entziehen. Die hervorragenden Zeichnungen der Triggerpunkte und ihrer Ausstrahlungsgebiete, die hohe Anzahl an Quellenangaben, aber auch die diversen Möglichkeiten einen Triggerpunkt zu behandeln sind meines Erachtens die wesentlichen Gründe für die langanhaltende Popularität dieser Therapie Methode. Jedoch gibt es auch kritische Stimmen, die dem Konzept des Triggerpunkts eine mangelnde wissenschaftliche Fundierung vorwerfen und die Theorie der Triggerpunkte verwerfen wollen. 2 In diesem Artikel gehe ich auf die Kritik gegenüber der Theorie der Triggerpunkte ein. Dabei gebe ich zunächst kurz die Definition und Theorie der Triggerpunkte wieder. Im Anschluss diskutiere ich die kritischen Argumente gegen die Theorie der Triggerpunkte. Darauf folgt ein abschließendes Fazit.

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Notes:

  1. Simons, David G., Janet G. Travell, and Lois S. Simons. Travell & Simons’ Myofascial Pain and
    Dysfunction: The Trigger Point Manual Vol. 1 and 2. Wolters Kluwer Health, 1999.
  2. Quinter, John L., and Milton L. Cohen. “Referred pain of peripheral nerve origin: an alternative to the” myofascial pain” construct.” The Clinical journal of pain 10.3 (1994): 243-251, Quintner, John L., Geoffrey M. Bove, and Milton L. Cohen. “A critical evaluation of the trigger point phenomenon.” Rheumatology 54.3 (2015): 392-399.
Facettengelenk

Facettengelenke – Ursache für Rückenschmerzen?

Facettengelenke – Ursache für Rückenschmerzen?

Die Facettengelenke der Lendenwirbelsäule werden als Ursache von chronischen Rückenschmerzen gesehen. 1 Schmerzmediziner suchen mit invasiven Diagnosemethoden nach dem vermeintlichen Schmerzauslöser, um diesen ursachengerecht mit Hilfe von Injektionen oder chirurgisch zu behandeln. Manualtherapeuten (Physiotherapeuten, Osteopathen, Chiropraktiker) suchen mit ihren Händen den Schmerzauslöser, um diesen dann durch Manipulation (Einrenken) zu behandeln.

Die Frage ist nur, wie sicher man die Facettengelenke als Ursache für Rückenschmerzen bestimmten kann?

In diesem Artikel untersuche ich die diagnostischen Möglichkeiten zur Identifikation der Facettengelenke als Ursache für Rückenschmerzen.

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Notes:

  1. Datta, S., et al. “Systematic assessment of diagnostic accuracy and therapeutic utility of lumbar facet joint interventions.” Pain physician 12.2 (2009): 437.
Bandscheibe mit Interner Diskusruptur

Die Bandscheibe als Verursacher von Rückenschmerzen?

Die Bandscheibe als Verursacher von Rückenschmerzen?

Die Bandscheibe wird gerne als Ursache von Rückenschmerzen von Patienten und medizinischen Dienstleistern angesehen. Jedoch ist nur ein bei einem sehr geringen Anteil der Rückenschmerzen eine genaue Ursache mit heutigen Methoden zu bestimmen. 1 Die Popularität der Diagnose eines Bandscheibenvorfalls tut dies jedoch keinen Abbruch. In einer Studie des Hamburg Center for Health Economics (HCHE) 2 ergab sich, dass jede dritte Bandscheibenoperation nicht leitlinien-gerecht ist. Bei einem Drittel der Patienten wurden konservative Therapieverfahren nicht konsequent verfolgt oder es wurde trotz Ansprechens der Therapie operiert.Obwohl häufig keine akuten OP-Indikationen vorlagen, hielten die Patienten die OP für den richtigen Weg. Besonders Berufstätige sorgten sich ohne den Eingriff nicht mehr ihren Beruf ausüben zu können. Des Weiteren waren die Patienten der Ansicht, dass die OP zuverlässig die Schmerzen beheben kann!

In diesem Artikel möchte ich darlegen, warum es so schwierig ist die Bandscheibe als Verursacher für bestehende Rückenschmerzen zu identifizieren. Auch gehe ich auf die Fälle ein, bei denen ein Bandscheibenproblem relativ sicher identifizierbar ist.

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Notes:

  1. Maher, Chris, Martin Underwood, and Rachelle Buchbinder. “Non-specific low back pain.” The Lancet (2016).
  2. http://gesundheitsmonitor.de/uploads/tx_itaoarticles/9._Baeuml_Kifmann_Gemo_16.pdf
Iliosakralgelenk als Zeichnung

Das Iliosakralgelenk – Ursache für Rückenschmerzen?

Das Iliosakralgelenk – Ursache für Rückenschmerzen?

Die Aussprüche: “Ich glaube es ist mein ISG (Iliosakralgelenk) !”, “Ich glaube es ist rausgesprungen!”, “Ich glaube mein ISG ist blockiert!” etc. werden gerne von einigen Patienten (und auch Kollegen) bemüht, um ihre Rückenschmerzen zu erklären. Jedoch sind die allermeisten (zwischen 90-99%) Rückenschmerzen keiner Ursache genau zu zuordnen! 1 In diesem Artikel möchte ich mich mit dem Iliosakralgelenk (kurz ISG) als Verursacher für Rückenschmerzen beschäftigen und darstellen, warum es so schwierig ist, dass lSG als Verursacher von Rückenschmerzen zu bestimmen. Des Weiteren werde ich mich mit einigen Mythen bzgl. des ISG beschäftigen und diese widerlegen.

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Notes:

  1. Maher, Chris, Martin Underwood, and Rachelle Buchbinder. “Non-specific low back pain.” The Lancet (2016).

Ist das Piriformis Syndrom ursächlich für eine Ischiasnervreizung?

Ist das Piriformis Syndrom ursächlich für eine Ischiasnervreizung?

Der Piriformis-Muskel ist ein birnenförmiger Muskel, der im Bereich des Gesäß liegt. Der M usculus piriformis entspringt der Vorderseite (innenfläche) des Kreuzbeins 1 und setzt am großen Rollhügel des Oberschenkels 2 an. Er kann das Bein in der Hüfte nach Außen drehen (bei gestrecktem Bein) und bei gebeugter Hüfte abspreizen. 3. Darüberhinaus stabilisiert der M. piriformis das Hüftgelenk.
Beim Piriformis Syndrom entstehen durch Reizung des Ischiasnervs, ausstrahlende Schmerzen in ein Bein (Ischialgie). Es bestehen meist auch Schmerzen im Gesäßbereich und der Hüfte. Die Lendenwirbelsäule kann ebenfalls von Schmerzen betroffen sein. Verantwortlich dafür soll der M. piriformis sein, der Druck auf den Ischiasnerv ausübt und ihn so reizt. In der Abbildung kann man sehen, wie der Ischiasnerv unter dem M. piriformis hindurch läuft und so anfällig für Druck durch den Muskel sein könnte. Patienten mit einem Piriformis Syndrom zeigen dabei keine objektiv, messbaren neurologischen Defizite und haben auch keine Bandscheibenvorfälle.

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Notes:

  1. Facies pelvica des Os sacrum.
  2. Spitze des Trochanter major am Femur.
  3. Außenrotation bei Hüftextension, Abduktion bei Hüftflexion. Halpin, Ryan J., and Aruna Ganju. “Piriformis syndrome: a real pain in the buttock?.” Neurosurgery 65.4 (2009): A197-A202.
Barfußlaufen

Barfusslaufen – Ein Trend wissenschaftlich betrachtet

Barfusslaufen – Ein Trend wissenschaftlich betrachtet

Barfusslaufen ist spätestens seitdem Buch Born to Run von Christopher McDougall in der Öffentlichkeit angekommen und zu einem Trend geworden. Das dort propagierte Barfußlaufen bzw. das Laufen in Barfuß-Laufschuhe (bzw. Minimalschuhe) wird viele Vorteile zugesprochen, die konventionelle Laufschuhe nicht haben sollen.  75 Prozent  der Verletzungen die Läufer erleiden sind an der unteren Extremität. 1  Barfußverfechter weisen daraufhin, dass diese hohe Prozentzahl durch hochentwickelte Laufschuhe nicht weniger geworden ist. Barfußlaufen soll die Lösung sein Verletzungen zu reduzieren und die Gesundheit zu verbessern. Auch in der wissenschaftlichen Diskussion wird spätestens seit den Artikeln 2 des Harvard Professor Daniel E. Lieberman Barfußlaufen intensiv diskutiert. Lieberman ist Professor für Biologie und spricht dem Ausdauer-Laufen eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Menschen zu. Dabei zeigen seine Untersuchung von Barfußläufern aus Afrika, dass diese eher Vorfuß- oder Mittelfußläufer sind. Dieser Laufstil soll Verletzungen reduzieren und natürlicher sein, als der Rückfuß- oder Fersenlauf von Schuhträgern. 3 Barfußlaufen soll dabei die Lösung sein die Hohe Anzahl an Verletzung die durch das Laufen entstehen zu reduzieren. Wir wollen schauen, ob diese These Stand hält oder nicht.

In diesem Artikel gehe ich zunächst auf die Geschichte des Barfußlaufens ein. Danach beschreibe ich die meist genannten Argumente für das Barfußlaufen. Darauf folgend wird die Evidenz für diese Argumente analysiert und ein Fazit gezogen.

 

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Notes:

  1. Roth, Jonathan, Julie Neumann, and Matthew Tao. “Orthopaedic Perspective on Barefoot and Minimalist Running.” Journal of the American Academy of Orthopaedic Surgeons 24.3 (2016): 180-187.
  2. Bramble, Dennis M., and Daniel E. Lieberman. “Endurance running and the evolution of Homo.” Nature 432.7015 (2004): 345-352, Lieberman, Daniel E., et al. “Brains, brawn, and the evolution of human endurance running capabilities.” The First Humans–Origin and Early Evolution of the Genus Homo. Springer Netherlands, 2009. 77-92,Lieberman, Daniel E., et al. “Foot strike patterns and collision forces in habitually barefoot versus shod runners.” Nature 463.7280 (2010): 531-535.
  3. Daniel E., et al. “Foot strike patterns and collision forces in habitually barefoot versus shod runners.” Nature 463.7280 (2010): 531-535.
Iliopsoas

Iliopsoas – Ursache für Rückenschmerzen?

Iliopsoas – Ursache für Rückenschmerzen?

Der M. iliopsoas (IP) wird häufig als Ursache für Rückenschmerzen angesehen. Ist der M. iliopsoas verspannt und schmerzhaft, dann kann die Therapie ja eigentlich schon beginnen. Dann wird je nach Ausrichtung des Therapeuten der Muskel gedehnt, gedrückt, ausgerollt und gekräftigt. Die Frage ist nur, ob der M. iliopsoas tatsächlich Ursache der Rückenschmerzen ist? Zunächst stelle ich kurz die Anatomie und Funktion des Muskels vor. Darauf folgend beschäftige ich mich mit der Theorie des M. iliopsoas als Ursache von Rückenschmerzen und bewerte diese. Abschließend gehe ich noch auf die Behandlung des M. iliopsoas ein und die Gefahren die davon ausgehen können.

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Vastus medialis

Vastus medialis – Ursache für Knieschmerzen?

Vastus medialis – Ursache für Knieschmerzen?

Der Musculus vastus medialis wird häufig als Ursache für vordere Knieschmerzen (patellofemorales Schmerzsyndrom) angesehen. In diesem Artikel analysiere ich, ob dem M. vastus medialis wirklich eine Schlüsselrolle in der Behandlung von vorderen Knieschmerzen zu kommt oder nicht. Zunächst stelle ich die Theorie des M. vastus medialis als Verursacher für vordere Knieschmerzen vor. Anschließend wird diese Theorie anhand von wissenschaftlichen Studien untersucht. Darauf folgt ein abschließendes Fazit.

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