Manuelle Therapie

Manuelle Therapie – Quo vadis?

Manuelle Therapie – Quo vadis?

Über den Stellenwert der Manuellen Therapie (MT) wird seit längerem in der Physiotherapie gestritten. Vom absoluten Gegnern 1 der Manuellen Therapie bis zum Befürworter des ausschließlichen Gebrauch der Manuellen Therapie lassen sich sämtliche Meinungsbilder finden. In diesem Beitrag stelle ich die Evidenzlage bezüglich der Manuellen Therapie dar und versuche die Frage, “Manuelle Therapie – Quo vadis?” (“Manuelle Therapie- Wo soll es hingehen?”) zu beantworten.

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Notes:

  1. https://thesports.physio/2017/09/29/manual-therapy-sucks/ und http://thesciencept.com/why-i-am-not-a-manual-therapist/
akute untere Rückenschmerzen

Was hilft bei akuten unteren Rückenschmerzen?

Was hilft bei akuten unteren Rückenschmerzen?

Webbasierte Information bezüglich der Behandlung von akuten unteren Rückenschmerzen sind meist von geringer Qualität. 1 In diesem Artikel gebe ich nach Sichtung der aktuellen Studienlage evidenzbasierte Empfehlungen für den Umgang mit akuten unteren Rückenschmerzen.

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Notes:

  1. Hendrick, Paul A., et al. “Acute low back pain information online: an evaluation of quality, content accuracy and readability of related websites.” Manual therapy 17.4 (2012): 318-324.
Kinderosteopathie

Kinderosteopathie – Hinterfragt!

Kinderosteopathie – Hinterfragt!

Kinderosteopathie wird immer mehr  von Seiten der Eltern nachgefragt. Seit dem einige Krankenkassen die Osteopathie und Kinderosteopathie erstatten, haben sich die Ausgaben der Kassen von 2012 auf 2013, um mehr als das Dreifache gesteigert. In einer internationalen Befragung der Osteopathic International Alliance aus dem Jahr 2012 waren 23,4 % der von Osteopathen behandelten Patienten Kinder. 8,7% der Kinder waren jünger als 2 Jahre alt. 1 Des Weiteren finden in einigen Krankenhäusern osteopathische Checkups für Säuglinge als Präventionsleistung statt. Aufgrund dieser Tatsachen sollte man jedoch auch fragen, ob die Kinderosteopathie auch wissenschaftlich plausibel, wirksam und nebenwirkungsarm ist?

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Notes:

  1. Osteopathic International Alliance (OIA). History and Current Context of the Osteopathic Profession: History and Current Context of the Osteopathic Profession, Status Report on Osteopathy Stage I. Chicago, IL: Osteopathic International Alliance.
Liebscher und Bracht

Liebscher und Bracht: Acht Thesen – Acht Antworten

Liebscher und Bracht: Acht Thesen – Acht Antworten

Zuerst erschienen auf: physio.de

Die Therapie nach Liebscher und Bracht ist in aller Munde. Hunderttausende Facebook Follower, extrem hohe Klickzahlen bei Youtube und ein Bestseller im Bereich Gesundheit sprechen eine deutliche Sprache. Die Therapie nach Liebscher und Bracht kommt bei der Bevölkerung an! Jedoch stellt sich die Frage, ob hier wirklich etwas bahnbrechend Neues erfunden wurde, um Schmerzen und Funktionseinschränkungen effektiv zu behandeln oder ob es sich mehr um einen Marketing-Coup handelt? Im Folgenden möchte ich acht Thesen von Liebscher und Bracht vor diesem Hintergrund diskutieren.

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Schlaflosigkeit bei chronischen Schmerzen

Schlaflosigkeit bei chronischen Schmerzen

Schlaflosigkeit bei chronischen Schmerzen

Schlaflosigkeit bei chronischen Schmerzen ist ein häufig zu beobachtendes Phänomen. Die Prävalenz 1 von Schlafstörungen bei chronischen Schmerzen wird auf 50-90% geschätzt. 2 Die in den Studien untersuchten Krankheitsbilder waren:

Schlaflosigkeit ist die Unfähigkeit erholsamen Schlaf zu bekommen, so dass man sich morgens nicht erholt fühlt. Schlaflosigkeit kann dabei durch Schwierigkeiten beim Einschlafen oder dem Erhalt des Schlafes oder beiden Faktoren zusammen enstehen. Chronische Schlaflosigkeit führt üblicherweise zu Konsequenzen im Alltag, wie z.B. Müdigkeit, mangelende Geistesschärfe, etc.. 3

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Notes:

  1. = Krankheitshäufigkeit
  2. Allen, Kelli D., et al. “Osteoarthritis and sleep: the Johnston County osteoarthritis project.” The Journal of rheumatology 35.6 (2008): 1102-1107, McCracken, Lance M., Jennifer L. Williams, and Nicole KY Tang. “Psychological flexibility may reduce insomnia in persons with chronic pain: a preliminary retrospective study.” Pain Medicine 12.6 (2011): 904-912, Daly-Eichenhardt, Aisling, et al. “Changes in sleep problems and psychological flexibility following interdisciplinary acceptance and commitment therapy for chronic pain: an observational cohort study.” Frontiers in psychology 7 (2016): 1326, Becker, Niels, et al. “Pain epidemiology and health related quality of life in chronic non-malignant pain patients referred to a Danish multidisciplinary pain center.” Pain 73.3 (1997): 393-400, Artner, Juraj, et al. “Prevalence of sleep deprivation in patients with chronic neck and back pain: a retrospective evaluation of 1016 patients.” Journal of pain research 6 (2013): 1, Tang, Nicole KY, Kelly J. Wright, and Paul M. Salkovskis. “Prevalence and correlates of clinical insomnia co‐occurring with chronic back pain.” Journal of sleep research 16.1 (2007): 85-95, McCracken, Lance M., and Grant L. Iverson. “Disrupted sleep patterns and daily functioning in patients with chronic pain.” Pain Research and Management 7.2 (2002): 75-79, Alsaadi, Saad M., et al. “Prevalence of sleep disturbance in patients with low back pain.” European Spine Journal 20.5 (2011): 737-743.
  3. Cheatle, Martin D., et al. “Assessing and managing sleep disturbance in patients with chronic pain.” Anesthesiology clinics 34.2 (2016): 379-393.
Operation des Tennisarms

Die Operation des Tennisarms – Mehr als nur ein Placebo?

Die Operation des Tennisarms – Mehr als nur ein Placebo?

Die Operation des Tennisarms wird laut Leitlinie der Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädischen Chirurgie 1 nur empfohlen, wenn eine „Beschwerdepersistenz 2 trotz konservativer Therapie mit entsprechendem Leidensdruck“ vorherrscht. Dabei gibt es verschiedene Verfahren, um einen Tennisarm zu operieren. Beispielsweise können die betroffenen Streckersehnen am Ursprung abgelöst werden (Verfahren nach Hohmann) oder das beschädigte Sehnengewebe kann entfernt werden (Verfahren nach Nirschl).

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Notes:

  1. Jerosch Jörg, Loew Markus “Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie Epicondylopathia radialis humeri“ Überarbeitung vom 22.9.2011, AWMF online.
  2. Persistenz = Krankheit bleibt ohne Veränderung länger bestehen.

Neuer Artikel in der Fachzeitschrift Orthopädie und Schuhtechnik

Neuer Artikel in der Fachzeitschrift Orthopädie und Schuhtechnik

Für alle die sich für die Behandlung der Plantarfasziitis interessieren, den empfehle ich meinen Artikel

„ Evidenzbasierte physiotherapeutische Übungen für Plantarfasziitis“

in der Fachzeitschrift Orthopädie und Schuhtechnik. Hier der Link:

https://www.ostechnik.de/…/…/documents/Inhalt_OST_3_2018.pdf

 

Wer sich dazu weitergehend informieren möchte, dem lege ich mein Buch ans Herz.

Buch Fersensporn, Fersenschmerz, Plantar Fasziitis

Neues Buch

Neues Buch über chronische Rückenschmerzen

So meine Lieben,
es ist soweit! Ich präsentiere mein neues Buch! Nach langer Arbeit und viel Kopfzerbrechen, ist mein Buch über chronische Rückenschmerzen fertig. Es ist in erster Linie für Patienten gedacht! Jedoch glaube ich, dass der ein oder andere Therapeut/in auch einen Nutzen daraus erzielen kann!

Wer etwas Probe lesen möchte, kann das ohne Weiteres hier tun:

Behandle Deine Rückenschmerzen Selber – Evidenzbasierte Behandlungsmöglichkeiten

 

Buch chronische Rückenschmerzen

 

 

 

 

ISG Schmerzprovokationstest

Schmerzprovokationstests für das Iliosakralgelenk- Anspruch und Wirklichkeit

Schmerzprovokationstests für das Iliosakralgelenk- Anspruch und Wirklichkeit

In dieser Präsentation untersuche ich unter der Mitarbeit von physiomeetsscience.com die physiotherapeutische Anwendung von Schmerzprovokationstests für das Iliosakralgelenk (ISG). Momentan werden Schmerzprovokationstests des ISG bzw. ein Cluster (Anwendung mehrerer Schmerzprovokationstests hintereinander) als evidenzbasierter Standard in der Physiotherapie angesehen. In der Präsentation stelle ich dieses Vorgehen in Frage.

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cranio-sacrale Therapie

Cranio-Sacrale Therapie

Cranio-Sacrale Therapie

Die Cranio-Sacrale Therapie (CST) ist eine alternativmedizinische Behandlungsform. Ihre Ursprünge liegen in der Osteopathie. Die Cranio-Sacrale-Therapie wird als einzelne Behandlungsform von Cranio-Sacral-Therapeuten praktiziert. Hervorgegangen ist die Cranio-Sacrale-Therapie aus der Osteopathie. Dort ist sie ein Bestandteil 1 der osteopathischen Behandlung (Cranio-Sacrale Osteopathie). Die Cranio-Sacrale Osteopathie wurde von dem Amerikaner William Garner Sutherland (1873-1954) begründet. Sutherland wurde dabei wahrscheinlich 2 durch Emanuel Swedenborg (1688–1772) in seinen Ideen bezüglich der cranio-sacralen Osteopathie geprägt. Sutherland hatte eine “Eingebung” bei der Betrachtung eines zerlegten Schädels in einer Vitrine. Die zwischen den einzelnen Schädelknochen befindlichen Schädelnähte ermöglichen den Schädelknochen Bewegungen für einen “primär respiratorischen Mechanismus”. Dr. John E. Upledger (1931-2012) entwickelte in den 1970er Jahren daraus die Cranio-Sacrale-Therapie.

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Notes:

  1. Die weiteren Bestandteile der Osteopathie sind die parietale und die viszerale Osteopathie.
  2. Scarr, Graham. “Palpatory phenomena in the limbs: a proposed mechanism.” International Journal of Osteopathic Medicine 16.2 (2013): 114-120, Tubbs, R. Shane, et al. “Emanuel Swedenborg (1688–1772): pioneer of neuroanatomy.” Child’s Nervous System 27.8 (2011): 1353-1355.