Manuelle Therapie

Manuelle Therapie – Quo vadis?

Manuelle Therapie – Quo vadis?

Über den Stellenwert der Manuellen Therapie (MT) wird seit längerem in der Physiotherapie gestritten. Vom absoluten Gegnern 1 der Manuellen Therapie bis zum Befürworter des ausschließlichen Gebrauch der Manuellen Therapie lassen sich sämtliche Meinungsbilder finden. In diesem Beitrag stelle ich die Evidenzlage bezüglich der Manuellen Therapie dar und versuche die Frage, “Manuelle Therapie – Quo vadis?” (“Manuelle Therapie- Wo soll es hingehen?”) zu beantworten.

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Notes:

  1. https://thesports.physio/2017/09/29/manual-therapy-sucks/ und http://thesciencept.com/why-i-am-not-a-manual-therapist/
Schlaflosigkeit bei chronischen Schmerzen

Schlaflosigkeit bei chronischen Schmerzen

Schlaflosigkeit bei chronischen Schmerzen

Schlaflosigkeit bei chronischen Schmerzen ist ein häufig zu beobachtendes Phänomen. Die Prävalenz 1 von Schlafstörungen bei chronischen Schmerzen wird auf 50-90% geschätzt. 2 Die in den Studien untersuchten Krankheitsbilder waren:

Schlaflosigkeit ist die Unfähigkeit erholsamen Schlaf zu bekommen, so dass man sich morgens nicht erholt fühlt. Schlaflosigkeit kann dabei durch Schwierigkeiten beim Einschlafen oder dem Erhalt des Schlafes oder beiden Faktoren zusammen enstehen. Chronische Schlaflosigkeit führt üblicherweise zu Konsequenzen im Alltag, wie z.B. Müdigkeit, mangelende Geistesschärfe, etc.. 3

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Notes:

  1. = Krankheitshäufigkeit
  2. Allen, Kelli D., et al. “Osteoarthritis and sleep: the Johnston County osteoarthritis project.” The Journal of rheumatology 35.6 (2008): 1102-1107, McCracken, Lance M., Jennifer L. Williams, and Nicole KY Tang. “Psychological flexibility may reduce insomnia in persons with chronic pain: a preliminary retrospective study.” Pain Medicine 12.6 (2011): 904-912, Daly-Eichenhardt, Aisling, et al. “Changes in sleep problems and psychological flexibility following interdisciplinary acceptance and commitment therapy for chronic pain: an observational cohort study.” Frontiers in psychology 7 (2016): 1326, Becker, Niels, et al. “Pain epidemiology and health related quality of life in chronic non-malignant pain patients referred to a Danish multidisciplinary pain center.” Pain 73.3 (1997): 393-400, Artner, Juraj, et al. “Prevalence of sleep deprivation in patients with chronic neck and back pain: a retrospective evaluation of 1016 patients.” Journal of pain research 6 (2013): 1, Tang, Nicole KY, Kelly J. Wright, and Paul M. Salkovskis. “Prevalence and correlates of clinical insomnia co‐occurring with chronic back pain.” Journal of sleep research 16.1 (2007): 85-95, McCracken, Lance M., and Grant L. Iverson. “Disrupted sleep patterns and daily functioning in patients with chronic pain.” Pain Research and Management 7.2 (2002): 75-79, Alsaadi, Saad M., et al. “Prevalence of sleep disturbance in patients with low back pain.” European Spine Journal 20.5 (2011): 737-743.
  3. Cheatle, Martin D., et al. “Assessing and managing sleep disturbance in patients with chronic pain.” Anesthesiology clinics 34.2 (2016): 379-393.
Triggerpunkte - Die roten Bücher von Travell und Simons

Triggerpunkte – Eine haltbare Theorie?

Triggerpunkte – Eine haltbare Theorie?

Die Theorie der Triggerpunkte wurde von den beiden Ärzten Travell und Simmons 1 aufgestellt. Die intuitive Anziehungskraft der beiden roten Bücher konnten sich nur wenige Therapeuten, mich eingeschlossen, entziehen. Die hervorragenden Zeichnungen der Triggerpunkte und ihrer Ausstrahlungsgebiete, die hohe Anzahl an Quellenangaben, aber auch die diversen Möglichkeiten einen Triggerpunkt zu behandeln sind meines Erachtens die wesentlichen Gründe für die langanhaltende Popularität dieser Therapie Methode. Jedoch gibt es auch kritische Stimmen, die dem Konzept des Triggerpunkts eine mangelnde wissenschaftliche Fundierung vorwerfen und die Theorie der Triggerpunkte verwerfen wollen. 2 In diesem Artikel gehe ich auf die Kritik gegenüber der Theorie der Triggerpunkte ein. Dabei gebe ich zunächst kurz die Definition und Theorie der Triggerpunkte wieder. Im Anschluss diskutiere ich die kritischen Argumente gegen die Theorie der Triggerpunkte. Darauf folgt ein abschließendes Fazit.

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Notes:

  1. Simons, David G., Janet G. Travell, and Lois S. Simons. Travell & Simons’ Myofascial Pain and
    Dysfunction: The Trigger Point Manual Vol. 1 and 2. Wolters Kluwer Health, 1999.
  2. Quinter, John L., and Milton L. Cohen. “Referred pain of peripheral nerve origin: an alternative to the” myofascial pain” construct.” The Clinical journal of pain 10.3 (1994): 243-251, Quintner, John L., Geoffrey M. Bove, and Milton L. Cohen. “A critical evaluation of the trigger point phenomenon.” Rheumatology 54.3 (2015): 392-399.
Iliosakralgelenk als Zeichnung

Das Iliosakralgelenk – Ursache für Rückenschmerzen?

Das Iliosakralgelenk – Ursache für Rückenschmerzen?

Die Aussprüche: “Ich glaube es ist mein ISG (Iliosakralgelenk) !”, “Ich glaube es ist rausgesprungen!”, “Ich glaube mein ISG ist blockiert!” etc. werden gerne von einigen Patienten (und auch Kollegen) bemüht, um ihre Rückenschmerzen zu erklären. Jedoch sind die allermeisten (zwischen 90-99%) Rückenschmerzen keiner Ursache genau zu zuordnen! 1 In diesem Artikel möchte ich mich mit dem Iliosakralgelenk (kurz ISG) als Verursacher für Rückenschmerzen beschäftigen und darstellen, warum es so schwierig ist, dass lSG als Verursacher von Rückenschmerzen zu bestimmen. Des Weiteren werde ich mich mit einigen Mythen bzgl. des ISG beschäftigen und diese widerlegen.

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Notes:

  1. Maher, Chris, Martin Underwood, and Rachelle Buchbinder. “Non-specific low back pain.” The Lancet (2016).
Röntgenbild einer Chondropathia patellae

Was ist problematisch an dem Begriff Chondropathia patellae?

Was ist problematisch an dem Begriff Chondropathia patellae?

In diesem Artikel beschäftige ich mit dem Begriff der Chondropathia patellae. Leider wird dieser Begriff immer noch verwendet und die Diagnose gestellt, wenn ein Patient vordere Knieschmerzen bzw. ein patellofemorales Schmerzsyndrom hat. Die Popularität des Begriffs Chondropathia patellae zeigt sich auch in den Google Trends. “Chondropathia patellae ” wird weitaus häufiger gesucht als bespielsweise der Begriff patellofemorales Schmerzsyndrom. Auch in der klinischen Praxis begegne ich diesem Begriff weitaus häufiger als dem Begriff des patellofemoralen Schmerzsyndroms. Viele Ärzte und Therapeuten verwenden den Begriff der Chondropathia patellae immer noch, obwohl er längst veraltet ist.

Jedoch ist die Diagnose  der Chondropathia patellae zumindest problematisch und in den allermeisten Fällen falsch. Daraus kann eine falsche Behandlung und im schlimmsten Falle eine Chronifizierung der Erkrankung entstehen.

Die Vorgehensweise des Artikels ist die Darstellung des Begriffs der Chondropathia  patellae, darauf folgt eine Kritik des Begriffs. Anschließend werden nochmals die wesentlichen Punkte in einem Fazit zusammengefasst.

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Läuferknie

Läuferknie (Tractus iliotibialis Syndrom)

Läuferknie (Tractus iliotibialis Syndrom)

Das Läuferknie (Tractus iliotibialis Syndrom, Iliotibiales Bandsyndrom, Tractus Syndrom) ist die zweit häufigste Laufverletzung und die häufigste Laufverletzung mit Schmerzen an der Außenseite des Knies. 1 Nur das patellofemorale Schmerzsyndrom tritt noch häufiger auf als ein Läuferknie. Die Häufigkeit des Auftretens eines Läuferknies ist nicht genau bekannt. Eine gutgemachte (prospektive) Studie mit weiblichen Läufern gibt die Häufigkeit des Auftretens eines Läuferknies  bei Frauen mit 16 % an. 2 Eine andere Studie 3 gibt die Häufigkeit des Auftretens eines Tractus iliotibialis Syndroms bei Männer mit 6,8% und bei Frauen mit 9,8% an. Jedoch sind diese Zahlen nicht verlässlich, da es sich nicht um eine prospektive 4 Studie handelt.

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Notes:

  1. Taunton, Jack E., et al. “A retrospective case-control analysis of 2002 running injuries.” British journal of sports medicine 36.2 (2002): 95-101.
  2. Noehren, Brian, Irene Davis, and Joseph Hamill. “ASB Clinical Biomechanics Award Winner 2006: Prospective study of the biomechanical factors associated with iliotibial band syndrome.” Clinical biomechanics 22.9 (2007): 951-956.
  3. Taunton, Jack E., et al. “A retrospective case-control analysis of 2002 running injuries.” British journal of sports medicine 36.2 (2002): 95-101.
  4. Eine prospektive Studie (lat. prospecto: ausschauen) ist die Überprüfung der Hypothese der medizinischen oder psychologischen Wirksamkeit einer Behandlungsmethode unter vorheriger Festlegung, welche Hypothese geprüft werden soll. Dabei werden insbesondere die Daten gemäß der Hypothese erhoben, im Gegensatz zur retrospektiven Auswertung bereits vorhandenen Datenmaterials. aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Prospektive_Studie
Liebscher und Bracht

Die Liebscher und Bracht Therapie – Eine Kritik

Die Liebscher und Bracht Therapie – Eine Kritik

In diesem Artikel untersuche ich die Therapie nach Liebscher und Bracht (LuB) aus einem kritischen Blickwinkel. Dabei werden seitens LuB diverse Behauptungen ausgesprochen, die ich hier Schritt für Schritt besprechen werde. Ich beziehe mich dabei hauptsächlich auf das Buch von LuB “SchmerzFrei Das SchmerzCode – SelbsthilfeProgramm Band 1: Unterer Rücken“. Die Zitate stammen, wenn nicht anders gekennzeichnet, aus diesem Buch und werden kursiv wiedergegeben.

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Golferarm

Golferarm (Mediale Epicondylitis)

Golferarm (Mediale Epicondylitis)

In diesem Artikel behandle ich die wesentlichen Punkte, die für eine effektive Behandlung des Golferarms notwendig sind. Zunächst beschreibe ich was ein Golferarm ist, wie man feststellt ob ein Golferarm vorliegt, welche Risikofaktoren für einen Golferarm vorliegen und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Alle gemachten Angaben sind penibel recherchiert und soweit wie möglich durch wissenschaftliche Studien belegt. Leider ist die Forschung im Bereich des Golferarms wenig ausgeprägt. Es gibt kaum Studien, die den Golferarm gezielt untersuchen. Da die Ursache und Entstehung des Golferarms ähnlich der des Tennisarms sind verwende ich die Studien zum Thema Tennisarm und meine klinische Erfahrung, um Behandlungsempfehlungen abzuleiten.

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Knie OP Sinnvoll

Ist eine Knie OP sinnvoll?

Ist eine Knie OP sinnvoll?

In diesem Artikel untersuche ich die Wirksamkeit von Knie OP ‘s anhand einer Auswertung der wissenschaftlichen Literatur bei Arthrose des Knies und bei Meniskusrissen. Zunächst stelle ich die in den Studien untersuchten Operationstechniken vor und wie sie eingesetzt werden. Danach stelle ich die Studienlage zu den jeweiligen Knie OP ‘s dar und ende mit einem Fazit.

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