Manuelle Therapie

Manuelle Therapie – Quo vadis?

Manuelle Therapie – Quo vadis?

Über den Stellenwert der Manuellen Therapie (MT) wird seit längerem in der Physiotherapie gestritten. Vom absoluten Gegnern 1 der Manuellen Therapie bis zum Befürworter des ausschließlichen Gebrauch der Manuellen Therapie lassen sich sämtliche Meinungsbilder finden. In diesem Beitrag stelle ich die Evidenzlage bezüglich der Manuellen Therapie dar und versuche die Frage, “Manuelle Therapie – Quo vadis?” (“Manuelle Therapie- Wo soll es hingehen?”) zu beantworten.

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Notes:

  1. https://thesports.physio/2017/09/29/manual-therapy-sucks/ und http://thesciencept.com/why-i-am-not-a-manual-therapist/
akute untere Rückenschmerzen

Was hilft bei akuten unteren Rückenschmerzen?

Was hilft bei akuten unteren Rückenschmerzen?

Webbasierte Information bezüglich der Behandlung von akuten unteren Rückenschmerzen sind meist von geringer Qualität. 1 In diesem Artikel gebe ich nach Sichtung der aktuellen Studienlage evidenzbasierte Empfehlungen für den Umgang mit akuten unteren Rückenschmerzen.

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Notes:

  1. Hendrick, Paul A., et al. “Acute low back pain information online: an evaluation of quality, content accuracy and readability of related websites.” Manual therapy 17.4 (2012): 318-324.
Liebscher und Bracht

Liebscher und Bracht: Acht Thesen – Acht Antworten

Liebscher und Bracht: Acht Thesen – Acht Antworten

Zuerst erschienen auf: physio.de

Die Therapie nach Liebscher und Bracht ist in aller Munde. Hunderttausende Facebook Follower, extrem hohe Klickzahlen bei Youtube und ein Bestseller im Bereich Gesundheit sprechen eine deutliche Sprache. Die Therapie nach Liebscher und Bracht kommt bei der Bevölkerung an! Jedoch stellt sich die Frage, ob hier wirklich etwas bahnbrechend Neues erfunden wurde, um Schmerzen und Funktionseinschränkungen effektiv zu behandeln oder ob es sich mehr um einen Marketing-Coup handelt? Im Folgenden möchte ich acht Thesen von Liebscher und Bracht vor diesem Hintergrund diskutieren.

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Schlaflosigkeit bei chronischen Schmerzen

Schlaflosigkeit bei chronischen Schmerzen

Schlaflosigkeit bei chronischen Schmerzen

Schlaflosigkeit bei chronischen Schmerzen ist ein häufig zu beobachtendes Phänomen. Die Prävalenz 1 von Schlafstörungen bei chronischen Schmerzen wird auf 50-90% geschätzt. 2 Die in den Studien untersuchten Krankheitsbilder waren:

Schlaflosigkeit ist die Unfähigkeit erholsamen Schlaf zu bekommen, so dass man sich morgens nicht erholt fühlt. Schlaflosigkeit kann dabei durch Schwierigkeiten beim Einschlafen oder dem Erhalt des Schlafes oder beiden Faktoren zusammen enstehen. Chronische Schlaflosigkeit führt üblicherweise zu Konsequenzen im Alltag, wie z.B. Müdigkeit, mangelende Geistesschärfe, etc.. 3

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Notes:

  1. = Krankheitshäufigkeit
  2. Allen, Kelli D., et al. “Osteoarthritis and sleep: the Johnston County osteoarthritis project.” The Journal of rheumatology 35.6 (2008): 1102-1107, McCracken, Lance M., Jennifer L. Williams, and Nicole KY Tang. “Psychological flexibility may reduce insomnia in persons with chronic pain: a preliminary retrospective study.” Pain Medicine 12.6 (2011): 904-912, Daly-Eichenhardt, Aisling, et al. “Changes in sleep problems and psychological flexibility following interdisciplinary acceptance and commitment therapy for chronic pain: an observational cohort study.” Frontiers in psychology 7 (2016): 1326, Becker, Niels, et al. “Pain epidemiology and health related quality of life in chronic non-malignant pain patients referred to a Danish multidisciplinary pain center.” Pain 73.3 (1997): 393-400, Artner, Juraj, et al. “Prevalence of sleep deprivation in patients with chronic neck and back pain: a retrospective evaluation of 1016 patients.” Journal of pain research 6 (2013): 1, Tang, Nicole KY, Kelly J. Wright, and Paul M. Salkovskis. “Prevalence and correlates of clinical insomnia co‐occurring with chronic back pain.” Journal of sleep research 16.1 (2007): 85-95, McCracken, Lance M., and Grant L. Iverson. “Disrupted sleep patterns and daily functioning in patients with chronic pain.” Pain Research and Management 7.2 (2002): 75-79, Alsaadi, Saad M., et al. “Prevalence of sleep disturbance in patients with low back pain.” European Spine Journal 20.5 (2011): 737-743.
  3. Cheatle, Martin D., et al. “Assessing and managing sleep disturbance in patients with chronic pain.” Anesthesiology clinics 34.2 (2016): 379-393.
Operation des Tennisarms

Die Operation des Tennisarms – Mehr als nur ein Placebo?

Die Operation des Tennisarms – Mehr als nur ein Placebo?

Die Operation des Tennisarms wird laut Leitlinie der Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädischen Chirurgie 1 nur empfohlen, wenn eine „Beschwerdepersistenz 2 trotz konservativer Therapie mit entsprechendem Leidensdruck“ vorherrscht. Dabei gibt es verschiedene Verfahren, um einen Tennisarm zu operieren. Beispielsweise können die betroffenen Streckersehnen am Ursprung abgelöst werden (Verfahren nach Hohmann) oder das beschädigte Sehnengewebe kann entfernt werden (Verfahren nach Nirschl).

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Notes:

  1. Jerosch Jörg, Loew Markus “Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie Epicondylopathia radialis humeri“ Überarbeitung vom 22.9.2011, AWMF online.
  2. Persistenz = Krankheit bleibt ohne Veränderung länger bestehen.
cranio-sacrale Therapie

Cranio-Sacrale Therapie

Cranio-Sacrale Therapie

Die Cranio-Sacrale Therapie (CST) ist eine alternativmedizinische Behandlungsform. Ihre Ursprünge liegen in der Osteopathie. Die Cranio-Sacrale-Therapie wird als einzelne Behandlungsform von Cranio-Sacral-Therapeuten praktiziert. Hervorgegangen ist die Cranio-Sacrale-Therapie aus der Osteopathie. Dort ist sie ein Bestandteil 1 der osteopathischen Behandlung (Cranio-Sacrale Osteopathie). Die Cranio-Sacrale Osteopathie wurde von dem Amerikaner William Garner Sutherland (1873-1954) begründet. Sutherland wurde dabei wahrscheinlich 2 durch Emanuel Swedenborg (1688–1772) in seinen Ideen bezüglich der cranio-sacralen Osteopathie geprägt. Sutherland hatte eine “Eingebung” bei der Betrachtung eines zerlegten Schädels in einer Vitrine. Die zwischen den einzelnen Schädelknochen befindlichen Schädelnähte ermöglichen den Schädelknochen Bewegungen für einen “primär respiratorischen Mechanismus”. Dr. John E. Upledger (1931-2012) entwickelte in den 1970er Jahren daraus die Cranio-Sacrale-Therapie.

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Notes:

  1. Die weiteren Bestandteile der Osteopathie sind die parietale und die viszerale Osteopathie.
  2. Scarr, Graham. “Palpatory phenomena in the limbs: a proposed mechanism.” International Journal of Osteopathic Medicine 16.2 (2013): 114-120, Tubbs, R. Shane, et al. “Emanuel Swedenborg (1688–1772): pioneer of neuroanatomy.” Child’s Nervous System 27.8 (2011): 1353-1355.
Erfahrung und Wirksamkeit einer Therapie

Reicht die Erfahrung aus, um die Wirksamkeit einer Therapie zu beurteilen?

Reicht die Erfahrung aus, um die Wirksamkeit einer Therapie zu beurteilen?

Es ist anzunehmen, dass Patient und auch Therapeut die sicherste und effektivste Therapie auswählen wollen. Auf den ersten Blick scheint es einfach, eine wirksame Therapie auszuwählen. Der Patient fragt andere Patienten nach ihren Erfahrungen mit der Therapie. Hört der Patient mehr positive als negative Kommentare, dann kann die Therapie nur gut sein. Beim Therapeut ist der Weg ähnlich. Einige (ältere) Therapien gelten als bewährt und werden in der Ausbildung unterrichtet. Neuere Therapien werden durch Abfrage der Meinungen von Kollegen bewertet und dann als gut oder schlecht befunden. (Natürlich werden von vielen Therapeuten auch die theoretischen Grundlagen der Therapie in die Auswahl einbezogen.)

Die Frage ist nur: Reicht die Erfahrung aus, um die Wirksamkeit einer Therapie zu beurteilen? Oder übersehen wir Faktoren, die eigentlich für die Genesung/Verbesserung des Gesundheitszustandes zuständig sind? Reicht die Rechtfertigung über die gemachte Erfahrung als Erfolgsmaßstab aus, um die Wirksamkeit einer Therapiemaßnahme anzunehmen?

Im Folgenden zeige ich einige mögliche Gründe dafür auf, warum die Erfahrung allein kein sinnvoller Maßstab ist, um die Wirksamkeit einer Therapie zu ermitteln. Leider sind dies auch die Gründe dafür, dass ineffektive Therapien weiter angewandt werden, da sie ja aus Erfahrung gut sind.

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Die hirnversorgenden Arterien, die bei einem Einrenken zu einem Schlaganfall führen können.

Kann das Einrenken des Nackens einen Schlaganfall auslösen?

Kann das Einrenken des Nackens einen Schlaganfall auslösen?

Das Einrenken des Nackens  wird zur Behandlung von Halswirbelsäulenbeschwerden eingesetzt. Jedoch gibt es immer wieder Fälle bei denen, das Auftreten eines Schlaganfall in Verbindung mit dem Einrenken des Nackens gebracht wird. Jedoch wird dieser Zusammmenhang zwischen Schlaganfall und Einrenken heftigst diskutiert. In diesem Artikel möchte ich der Frage nach gehen, ob das Einrenken des Nackens zu einem Schlaganfall führen kann. Zunächst stelle ich dar, was unter dem Begriff “Einrenken” zu verstehen ist. Anschließend erkläre ich, wie das Einrenken der Halswirbelsäule zu einem Schlaganfall führen soll. Abschließend stelle ich die Argumente der Befürworter des Einrenkens dar und widerlege diese.

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Crunches

Sind Crunches schädlich für den Rücken?

Sind Crunches schädlich für den Rücken?

Crunches sind eine häufig angewandte Kräftigungsübung für die Bauchmuskulatur. Ein Training mit dem Crunch führt zu Muskelwachstum und Kraftsteigerung der Bauchmuskeln. Jedoch wird von einigen Fitnessautoren und Forschern der Crunch als potentiell schädlich für den (unteren) Rücken angesehen. Ich stelle zunächst die Argumente der Crunch-Gegner dar und widerlege diese anschließend.

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Heben

Schützt das richtige Heben von Lasten vor Rückenschmerzen?

Schützt das richtige Heben von Lasten vor Rückenschmerzen?

Unter richtigem Heben von Lasten wird das Heben aus den Beinen heraus verstanden. Dadurch soll eine Beugung der Lendenwirbelsäule unter Last vermieden werden, um Rückenschmerzen zu vermeiden. Im Folgenden betrachten wir, ob das richtige Heben einen Einfluss auf die Vermeidung von Rückenschmerzen hat oder nicht. Das Heben aus den Beinen heraus wird empfohlen, um den schädlichen Einfluss einer Beugung der Lendenwirbelsäule unter Belastung zu minimieren. Im Folgenden trage ich die Argumente für und gegen das Vermeiden einer Beugung in der Lendenwirbelsäule durch ein Heben aus den Beinen heraus vor. Abschließend folgen eine Zusammenfassung und ein Fazit.

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